Trotz Vulkanasche und dank der Bahn bin ich mittlerweile zurück aus der Hauptstadt.
Am vergangenen Dienstag habe ich auf der re:publica in Berlin zum Thema Design Thinking gesprochen und mich darüber ausgelassen, dass Design seine Werte überdenken muss.
Abgesehen von einigen technischen Problemen lief es eigentlich ganz gut. Hier ein erstes Feedback von Postnerd.
Ja, und dann gibt’s ja immer wieder so die Dinge, die man einfach nicht verstehen muss. Zufälle gehören dazu. Da erscheint zum Beispiel just am Tage meines Vortrags dieser Artikel über einen nötigen Paradigmenwechsel im Design in der Welt Online. Ich lese die Welt nicht, daher bin ich erst heute drauf gestoßen, die angesprochenen Themen sind jedoch erschreckend ähnlich:
Design, ursprünglich einmal mit dem Slogan “less is more” angetreten, ist zu einer Triebfeder der Überflussproduktion geworden, während es zur Lösung der drängenden Probleme – von ökologischen Herausforderungen bis hin zu existenziellen Problemen in Entwicklungsländern – in den letzten zehn Jahren kaum etwas beigetragen hat. Noch nie waren wir von so viel überflüssigen Dingen umgeben wie heute.
Und weiter:
Wie also könnte eine solche Neuausrichtung aussehen? Wenn wir wollen, dass uns Design wieder nutzt, und nicht wir ihm, brauchen wir keine Slogans und Patentlösungen, mit denen Design immer schnell bei der Hand war. Vielmehr müssen wir den gesamten Modus ändern, in dem wir mit Design umgehen.
Sollte mein Hirn in einer Parallelwelt ein zweites Mal existieren? ;)
Wer weder in Berlin dabei war, noch den Live Stream verfolgen konnte (bei dem es ebenfalls, wie ich hörte, Tonprobleme gab), der hat am 03.05.2010 bei den Webmontag.Talks in Mannheim nochmals die Chance, eine leicht verkürzte Version zu sehen.

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