Hier nochmal der Vortrag von Jesse James Garrett (Adaptive Path) während der letztjährigen UX Week. Eine schöne Ergänzung zu meinem aktuellen Talk “Nutzerzentrierung als Strategie” und Wasser auf die Mühlen meiner Argumentation zum Thema “Human Behaviour Design”.
Neben der Einordnung von UX innerhalb der vier Wirkungsbereiche Wahrnehmung (“Perception”), Erkenntnis (“Cognition”), Handlung (“Action”) und Emotion (“Emotion”) – Themen die einem aus dem Marketing bekannt vorkommen dürften – fallen zwei wesentliche Sätze.
Den ersten wird jeder nachvollziehen können, der sich auch nur einigermaßen ernsthaft und für längere Zeit auf das Thema Experience einlässt. Er lautet:
The user experience mindset is an acquired condition for which there is no cure.
Treffender hätte ich es kaum formulieren können. Hat man den Gedanken der Experience, des Erlebnisses, erst einmal verinnerlicht, dann verfolgt er einen überall und auf Schritt und Tritt. Ich meine dies durchaus positiv, denn er ermöglicht es, die Dinge in ihrer wahren Problematik der Funktion, Rezeption und Erfahrbarkeit zu erkennen und zu optimieren.
Dabei spreche ich nicht nur über das Web. Es geht im Grunde überhaupt nicht um das Medium oder den einzelnen Kanal. Es geht vielmehr darum, alle Kanäle und Möglichkeiten zu orchestrieren um eine Umwelt zu schaffen, die den sich darin lebenden Menschen ein positives und erfüllendes Erlebnis beschert, sie dadurch tief in dieses Erlebnis hineinzieht und sie darin engagiert. Das bedeutet, wenn eine bessere Drehtür, ein bequemerer Schreibtischstuhl oder ein kundenfreundlicher Service diese Umwelt für die teilhabenden Menschen ein wenig angenehmer und vorteilhafter macht als sie es davor war, dann hat Experience Design seine Bestimmung erfüllt. So gesehen schaffen wir eine bessere Welt:
Experience Design is the design of anything independent of medium or across media with human experience as an explicit outcome and human engagement as an explicit goal.
Siehe auch:
- User Experience Revisited – oder der Blick über den Tellerrand
- Human Behaviour Design (1) – Eine Definition

Mehrteiliges User Experience Design Framework // Feb 6, 2010 at 02:03
[...] Framework” mit dem Titel “Behaviour” veröffentlicht, den ich natürlich aus naheliegenden Gründen gerade besonders spannend finde: Here I explore a few principles that focus on a person’s [...]