Mikko Honkalla vom Nokia Research Center stellt das Linked Internet UI Concept vor. Zweck ist, die Vernetzung über Social Media zu anderen Personen über ein einziges User Interface abzubilden.
Gestartet wird in einer Kontaktübersicht. Gut hier: aktuelle Aktivitäten lassen sich sofort und mit einem Blick erkennen. Leider zeigt das Display eher große Bilder, was nicht mehr als vier Kontakte zugleich zulässt – dies ist aber evtl. der Demo geschuldet.
Wird ein Nutzer ausgewählt, zeigt das so genannte Life Profile alle Online-Aktivitäten der befreundeten Person anbieterübergreifend untereinander an. Die einzelnen Aktivitäten lassen sich durch Klick für Details erweitern. Das Prinzip erinnert stark an Palms Synergy Konzept, indem Unterhaltungen über verschiedene Medien hinweg (SMS, E-Mail, Chat, …) zusammengeführt werden.
Was dann kommt, ist nicht mehr sonderlich spektakulär. Querverlinkungen auf andere Inhalte der betreffenden Person oder zum gleichen Thema sind nicht wirklich neu und aus dem Web bekannt. Dennoch scheint Nokia sie hier in das Kontakt Interface Konzept des Endgerätes integrieren, und nicht etwa in einem Browser darstellen zu wollen. Dies entspräche durchaus einer Erweiterung vieler gewohnter Handyoberflächen. Zumal das System angeblich lernfähig ist und entsprechend der Vorlieben des Benutzers Inhalte vorschlägt. Wie gut das funktioniert ist freilich noch nicht ersichtlich.
Deutlich zu sehen ist, dass das Konzept noch in der Erprobung ist. Es läuft auf der offenen Entwicklungsoberfläche Maemo, das Interface ist noch nicht sonderlich fancy und durchdacht. Auch bei der Hardware scheint es sich offensichtlich um einen Prototypen mit Touchscreen zu handeln.
Nokia hat in der Vergangenheit kaum Schlagzeilen im Bereich innovativer Interaktionskonzepte gemacht, und auch hier wird das Rad nicht neu erfunden. Interessant ist der Ansatz dennoch, weil er zeigt, wie sich das User Interface einem inhaltlichen Thema anpassen kann und muss. Der zunehmenden Verlagerung sozialer Aktivitäten ins Netz, der Medienkonvergenz und dem Trend, Inhalte mehr und mehr abseits des Desktop Rechners auf einem mobilen Device abzurufen, wird damit Rechnung getragen. Insofern ein konsequenter zaghafter Schritt in die richtige Richtung.

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