Im Interview mit der Zeitschrift iX erklärt Hochschulprofessor Dr. Michael Haller (FH Oberösterreich), warum die aktuellen Multi-Touch Oberflächen ihr wahres Potenzial derzeit noch nicht ausschöpfen.
Dies liege vor allem an der mangelnden Kooperationsfähigkeit der Software. Der immense Vorteil von großen Multi-Touch Oberflächen steckt bekanntlich in der Bearbeitung durch mehrere Personen. Schwierig sei hierbei jedoch die eindeutige Identifizierung der einzelnen Personen, so Haller. Dieses Problem sei in den aktuellen Multi-Touch Anwendungen noch weitgehend ungelöst.
Haller entwickelt ein vielversprechendes Prinzip der Interaktion. Sein Flux-Tisch verfügt sowohl über ein FTIR Multi-Touch Display, das gleichzeitig mit einem oder mehreren elektronischen Stiften bedient werden kann. Damit lassen sich die Vorteile der Stift-Interaktion, wie hohe Genauigkeit, maximale Latenz und eindeutige Identifizierung des Nutzers, mit den Interaktionsmöglichkeiten von Multi-Touch kombinieren.
Gerade im Hinblick auf die Erforschung und Entwicklung sinnvoller Modelle für den Einsatz der Multi-Touch Technologie in professionellen Anwendungen in der Zukunft erscheint mir der Ansatz schlüssig und der richtige Weg.

Noch keine Meinungen zu diesem Artikel bisher »
Ich freue mich über Ihre Meinung. ;)