Erst kürzlich habe ich über meinen Eindruck geschrieben, dass die Hard- und Software der aktuellen mobilen Endgeräte so langsam eine Leistung erreichen, die sinnvolle Anwendungen für Augmented Reality möglich macht. Mit der Erschließung des breiten Massenmarktes wäre dieser sicherlich vielversprechendsten Technik seit Multi-Touch ein Siegeszug gewiss.
Nun scheint es, als habe auch Apple dieses Potential erkannt – nicht umsonst sind viele der Proof-of-Concept Experimente auf dem iPhone umgesetzt. Wie die Los Angeles Times berichtet, macht Apple jetzt erstmals konkrete Angaben dazu, wann denn mit den ersten offiziellen Anwendungen im App Store zu rechnen ist. Ab September und mit der iPhone Software Version 3.1 soll etwa der Nearest Tube Finder im Store zu haben sein. Anzunehmen ist, dass dies eine generelle und keine Einzelfallentscheidung ist.
Nicht auf dem iPhone, aber deshalb nicht weniger beeindruckend zeigt die folgende, “Augmented ID” benannte Software, welche Möglichkeiten im sozialen Umgang das Konzept der auf den Bildschirm erweiterten Realität bietet. Das Prinzip ist von Poken bekannt: Durch Kontakt zweier Poken erhalte ich die Social Community Kontaktdaten meines Gegenübers. Hier nun genügt mir ein Kamerabild des Gesichtes, um die vorher freigegebenen Daten auf dem Display einzublenden.
Schön ist der direkte Feedbackkanal, der sich dadurch eröffnet: Noch während der gezeigten Präsentation kann diese bewertet oder eine Rückmeldung per E-Mail gesendet werden, ohne dass diese unterbrochen werden muss.
Die für “Augmented ID” verantwortliche schwedische Softwareschmiede “The Astonishing Tribe“, kurz TAT, ist indes kein unbeschriebenes Blatt. Bereits Anfang des Jahres machte der Spezialist für innovative User Interfaces mit einer Konzeptstudie auf sich aufmerksam, die den Inhalt des Displays abhängig von der Postion des Betrachters darstellt.

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