The Humanized Interface

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IBM prophezeit Sprachsteuerung in 5 Jahren

von Thomas Klose am Freitag, 28. November 2008 · Noch keine Meinungen zu diesem Artikel

In Thema Forschung & Trend, Sprachsteuerung, User Interface (UI)

IBM stellt in einem kurzen Film fünf Erfindungen vor, die in den nächsten fünf Jahren unser Leben verändern werden, das wäre dann bis zum Jahr 2013. Eine davon ist die Sprachsteuerung von Internetapplikationen.

Ich teile diese Einschätzung nicht, aus mehreren Gründen:

  1. Eine reine Sprachsteuerung bietet meiner Ansicht nach zu wenig Mehrwert zu herkömmlichen Interfaces, um sich flächendeckend durchzusetzen. Schon heute kennt man Sprachsteuerung von Handys – und mal ehrlich, wer nutzt die?
  2. Die Umstände, um eine derartige Steuerung zu nutzen sind selten passend. Denkt man an den Arbeitsplatz im Büro, so überwiegt hier die “Stillarbeit”. Wer möchte schon ständig vom Kollegen ein “Reload!”, “Zurück!” oder “gehe zu Link XYZ” zugerufen bekommen. Allzumal, wenn man diese Kommandos gleichzeitig selbst gibt. Ähnliches gilt für den öffentlichen Raum, wie Züge, Busse oder Straßenbahnen.
  3. Mir fallen auf Anhieb mindestens eine Hand voll Informationen, wie Kontodaten, Kreditkartennummer oder Logindaten ein, die ich genau an den vorgenannten Orten nicht laut aussprechen möchte und vor allem nicht sollte. Ebenso wenig möchte ich vielleicht auch nicht jedem mitteilen, welche Webseiten ich gerade besuche.

In Spezialanwendungen sehe ich allerdings sehr wohl einen Markt für Sprachsteuerung. Überall dort, wo Interfaces bedient werden müssen und die Hände anderweitig benötigt werden, ist sie sinnvoll.
Geradezu essentiell ist sie bei Menschen, deren Handycap zum Beispiel in gelähmten oder amputierten Armen oder Händen liegt. Auch alten Menschen dürfte sie das Leben erleichtern.

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